S2-E: Süd-Süd-Kooperation im Hochschulsektor - Migration von indischen Hochschullehrern nach Äthiopien

Seit der Jahrtausendwende hat Äthiopien seinen Hochschulsektor im Eiltempo ausgebaut. Die meisten der heute 31 Universitäten wurden in kürzester Zeit neu gegründet und einige bereits vorhandene Colleges wurden zu Universitäten erweitert. Durch diesen Schwerpunkt auf den Hochschulsektor verspricht sich Äthiopien einen generellen Entwicklungsimpuls und die Schaffung einer breiteren Mittelschicht. Dieser explosionsartige Ausbau des Hochschulsektors und die gleichzeitige Abwanderung von Akademikern hinterlassen ein Vakuum an den zahlreichen Universitäten Äthiopiens. Nur mit der Unterstützung ausländischer Dozenten und dem Herabsetzen der Qualifikationen der lokalen Fachkräfte können die meisten Hochschulen zurzeit ein minimales Lehrprogramm anbieten. Die meisten ausländischen Dozenten, die sich derzeit in Äthiopien befinden, kommen aus Indien. Aufgrund der großen Nachfrage nach indischen Akademikern in Äthiopien, haben sich mehrere indische Vermittlungsagenturen auf deren Rekrutierung  spezialisiert.

Durch Forschung an äthiopischen Universitäten, den betreffenden Vermittlungsagenturen in Indien und auf Online-Plattformen möchte das Projekt diese temporäre Migration von indischen Akademikern nach Äthiopien erforschen und damit zur Untersuchung von Fachkräftemigration innerhalb des globalen Südens beitragen.

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AFRASO Publications

Thubauville, Sophia ; 2013 ; Indian academics in Ethiopia: South-south migration of highly skilled Indians ; Diaspora Studies ; Volume 6, issue 2 ; Taylor and Francis
Thuabauville, Sophia ; 2013 ; Indian Academics in Ethiopia – South-South Migration of Highly Skilled Indians. ; Diaspora Studies ; 6(2) ; 123–133

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